Premiere: Ein Vorgeschmack auf Judith Hermanns Roman

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Photo: Andreas Labes
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Serie: Die Gäste und ihre Bücher

Judith Hermann
Aller Liebe Anfang

Jetzt steht es fest: am 4. September wird Judith Hermann zur Premiere von ihrem Roman „Aller Liebe Anfang“ im Haus der Berliner Festspiele zu Lesung – und Gespräch, so denke ich doch jedenfalls – zugegen sein.

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S. Fischer

Wie Judith Hermann schreiben kann, lernte ich in Übersetzung kennen, als ich beim Granta* lesen auf die Erzählung This Side of the Oder stieß (übersetzt von ?- muss ich noch mal nachsehen) und gleich angetan war. Ein guter Prosastil, dachte ich. Jetzt will ich doch mal die Originalfassung (Diesseits der Oder) lesen und die übrigen Erzählungen, die im Band „Sommerhaus, später“ versammelt sind. „Sommerhaus, später“ war Judith Hermanns vielgepriesenes Debüt.

Zu ihrem Erzählband Alice, der übrigens im Englischen einen schöneren Bucheinband hat, gibt es eine gute Besprechung bei dovegreyreader, einen wunderbaren Blog nebst treuer Gefolgschaft über Bücher und anderes Beglückendes.

 

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S. Fischer

Aller Liebe Anfang
Roman
S. Fischer
224 S., gebunden, ca 19,99 €
erscheint am 14.Oktober 2014

Über diesen und drei andere Erzählbände hat Judith Hermann sich jetzt zu einem Roman herangearbeitet.

„Stella und Jason sind verheiratet, sie haben eine Tochter, Ava, sie leben in einem Haus am Rand der Stadt. Ein schönes, einfaches Haus, ein kleiner Garten, ein alltägliches ruhiges Leben, meist ohne Jason, der viel arbeitet.

Aber eines Tages steht ein Mann vor der Tür dieses Hauses, ein Fremder, jemand, den Stella nie zuvor gesehen hat. Er sagt, er wolle sich einfach einmal mit ihr unterhalten, mehr sagt er nicht. Stella lehnt das ab. Der Fremde geht und kommt am nächsten Tag wieder, er kommt auch am Tag darauf wieder, er wird sie nicht mehr in Ruhe lassen. Was hier beginnt, ist ein Albtraum, der langsam, aber unbeirrbar eskaliert.

In einer klaren, schonungslosen Sprache und irritierend schönen Bildern erzählt Judith Hermann vom Rätsel des Anfangs und Fortgangs der Liebe, vom Einsturz eines sicher geglaubten Lebens.“ (Verlagstext)

* In der selben Ausgabe von Granta, No 74 von 2001, gibt es auch eine „newly discovered“ Erzählung von Penelope Fitzgerald, die das Jahr zuvor gestorben war. Es lohnt sich immer, diese in Deutschland kaum bekannte Schriftstellerin zu lesen.

Aus dem Archiv: Donnerstag, 10. Juli 2014

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