Fettnäpfchen, Rombegegnungen und Mallarmé

patronatskinderPatronatskinder No 22, 23 und 24

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Buchpatron

Korea

Im Conbook Verlag ist die Reihe „Fettnäpfchenführer“ erschienen, bei denen verschiedenste Autoren die Fremde testen und dann jeweils eine Moral aus ihren Erlebnissen ziehen: Deutscher in (Süd-)Korea resümiert Jan Jankowski beispielsweise:

„Deutschland heißt auf Koreanisch dogil und beruht auf zwei chinesischen Zeichen, deren ersteres »allein, einsam« bedeutet. Ob es daran liegt, dass die Koreaner das deutsche Wesen von alters her so einschätzen, ist nicht überliefert. Dass Koreaner Westler jedoch schon immer für sehr individualisiert und eigenbrötlerisch halten, ist hingegen gut dokumentiert. Unter den Westlern wiederum gelten die Deutschen als diejenigen, die besonders gern alles alleine erledigen, sich schlecht in Gruppen einfügen und überhaupt allgemein Gruppenaktivitäten nicht hochschätzen, das ist insbesondere im koreanischen Geschäftsumfeld bekannt. »Zeit für sich haben« ist in Korea allenfalls eine modische Neuheit, aber in einer Gesellschaft, die auf Gruppenzugehörigkeiten basiert, noch lange kein Anrecht oder der Normalfall.“

Hier geht’s zum Inhaltsverzeichnis.

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So ein paar Rom-Kandidaten vor Ort: von Corso, Reclam, C. H. Beck und Berenberg

Rom

Das ist das Nette beim Buchpatron-Programm, dass ich als Buchhändler vom Leser auf Titel aufmerksam gemacht werde, von Verlagen die bislang nicht auf dem Radarschirm waren. So weiss ich, dass der – zumindest ursprüngliche -Piper Verlag einen Hang nach Italien hat, dass bei Wagenbach italienische Schätze zu Hauf zur Entdeckung einladen und dass auch bei Berenberg allerhand italienisches im Programm zu finden ist, aber mit Merian hatte ich ewig nichts zu tun, zumal ich gewöhnlich der Schroppschen das weite Reiseliteraturfeld überlasse. So wäre ich nie darauf gekommen, Merian portraits zu ordern, jetzt aber schon eher. Fast zittert mir ein Wehmutstränchen im Auge, weil mich der Ansatz an die guten alten Prestelbände (siehe bei Bild 6) erinnert: auch da wandelte Eckard Peterich auf den Spuren berühmter Vor“gänger“ durch die Straßen Roms. Dies Bändchen von Siusanne Wess ist schmaler, aber wenigstens lieferbar und bestimmt auch schön zu lesen und auf jeden Fall liebevoll gemacht.

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Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung

Mallarmé

Und jetzt überlasse ich Moritz von Sprachwitz das Feld, der vortrefflich und in die Tiefe etwas zu Mallarmé zu sagen weiss: Mallarmé bei Denkmuff. Es liegt hier die wunderbare Ausgabe von der Dieterich’schen Verlagsbuchhandlung vor:

Stephane Mallarmé
Gabe des Gedichts
Französisch – Deutsch. Ausgewählt und übersetzt von Christoph Ferber,
mit einem Nachwort von Peter Fröhlicher.

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