Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929).

Vorlesen am Montag
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Vorlesen am Montag: Der Roman

Am Montag, den 13. Juli ist der erste Montag für den großen Roman, nach Klüssendorf mit „April“ steht nun Döblin mit „Berlin Alexanderplatz“ auf dem Programm, an jedem 2. Montag im Monat ab 18:00 Uhr auf eine gute Stunde bei Tee und Gebäck. Jeder kann hinzukommen und mitlesen oder zuhören. Antiquarisch habe ich eine schöne, gut lesbare leinengebundene Ausgabe erstanden. Wer Döblin zu Hause hat, bringe ihn gerne mit. Zum Kaufen gibt es vorrätig die Taschenbuchausgabe vom S. Fischer Verlag. Andere Ausgaben bestelle ich gern (z. Bsp. bei „Winkler Weltliteratur“).

Ich bin schon voller Spannung, diese gewaltige Leselücke zu füllen.

Zur Einstimmung, vom schönen Blog Sätze und Schätze, ist hier Sätzebirgits Besprechung:

Sätze & Schätze

2012-04-29 15.15.46

Von Osten her, Weißensee, Lichtenberg, Friedrichshain, Frankfurter Allee, türmen die gelben Elektrischen auf den Platz durch die Landsberger Straße. Die 65 kommt vom Zentralviehhof, der Große Ring Weddingplatz, Luisenplatz, die 76 Hundekehle über Hubertusallee. An der Ecke Landsberger Straße haben sie Friedrich Hahn, ehemals Kaufhaus, ausverkauft, leergemacht und werden es zu den Vätern versammeln. Da halten die Elektrischen und der Autobus 19 Turmstraße. Wo Jürgens war, das Papiergeschäft, haben sie das Haus abgerissen und dafür einen Bauzaun hingesetzt. Da sitzt ein alter Mann mit einer Papierwaage: Kontrollieren Sie Ihr Gewicht, 5 Pfennig. O liebe Brüder und Schwestern, die ihr über den Alex wimmelt, gönnt euch diesen Augenblick, seht durch die Lücke neben der Arztwaage auf diesen Schuttplatz, wo einmal Jürgens florierte, und da steht noch das Kaufhaus Hahn, leergemacht, ausgeräumt und ausgeweidet, dass nur die roten Fetzen noch an den Schaufenstern kleben. Ein Müllhaufen liegt vor uns. Von Erde…

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3 Kommentare zu „Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929).“

  1. Liebe Margarete,
    das ist ja dann erst recht ein Vertrauensvorschuss…und das von einer ausgesprochenen Literaturkennerin wie Dir! Dann hoffe ich, dass ihr viel Freude bei dieser Leserunde mit Döblin habt und meine Besprechung Euren Eindrücken einigermaßen Stand hält!

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  2. Liebe Birgit, der Dank liegt bei mir.
    Es ist so schön, wenn Beiträge und Kommentare etwas tiefer gehen und weiter reichen und zum Austausch führen. Ich muss Dir aber gestehen, dass ich diesen Text noch gar nicht gelesen habe, weil ich gerne als Ignoramus ein neues Buch aufschlage. Aber, sobald die ersten Kapitel gelesen sind, werde iuch es nachholen, und dann unterhalten wir uns darüber, nicht? Weswegen ich ihn ungelesen wiedergebe ist, weil ich bisher noch nicht enttäuscht worden bin.
    Ich kam darauf, bei Dir (hoffentlich in Ordnung, so) nachzuschlagen, weil ich mich für das Kirchner-Portrait von Döblin als Projektpatron entschieden habe und fand, dass er bei Dir auf dem Blog schon zum Einsatz gekommen war.
    Margarete

    Gefällt 1 Person

  3. Danke sehr – das ist ja eine Ehre. So komme ich direkt beschwingt zu einem Saturday Night Fever – Feeling.
    Im Ernst: Es freut mich – das Buch hat einen ganz hohen Stellenwert bei mir.

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