Hart Cranes Meisterwerk: Die Brücke (Aus dem Archiv)

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Jung und Jung
levine_crane
by David Levine, NYRB**

vom Montag, den 21. Juli 2014

kaillor_geburtstag
Des Schriftstellers Almanach
Aus Garrison Keillors
The Writer’s Almanac
für den deutschsprachigen Leser

»Es ist der Geburtstag von Hart Crane (Bücher von diesem Autoren), geboren als Harold Hart Crane in Garrettsville, Ohio (1899). Seine Mutter war eine Chicagoer Debütantin [*] und sein Vater war ein sehr erfolgreicher Bonbon-Geschäftsmann der übrigens Lifesaver erfand, das beliebte ringförmige Minzbonbon.

In den Teenagerjahren von Crane wurde ihm bewusst, dass er homosexuell war; und Leben und Laufbahn von Oscar Wilde faszinierten ihn. Als die Ehe seiner Eltern scheiterte, brach Crane die Schule ab und fuhr im Zug von Cleveland nach New York, um ein Leben als Dichter zu beginnen. Er liebte sein Leben in New York, hing herum mit Dichtern wie E. E. Cummings und Allen Tate.

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Jung und Jung

Aber es fiel ihm schwer, dort sein Auskommen zu finden, er konnte keinen Job halten. Seine Trinkerei wurde schlimmer und 1932, mit 33 Jahren, nahm er sich sein Leben, indem er auf einem Dampfer auf den Weg von Mexiko nach New York über Bord sprang. Er hinterließ sein Meisterwerk, Die Brücke (1930).«
übersetzt nach Garrison Keillor, bei writersalmanac.publicradio.org

siehe auch: „Poetisches – Ein Streifzug durch neuere und ältere Dichtung (Dezember 2010)“

[* das musste ich nochmal nachschlagen, um sicher zu sein: das sind junge Damen, die sich zum ersten Mal der öffentlichen Gesellschaft präsentieren, wobei der Duden alle sozialhistorischen Bezüge fallen gelassen hat. Es geht aber darum, entweder via Heirat oder via Personalität eine Stellung in der Gesellschaft zu sichern.]

** Quelle: Reader’s Catalog, 2nd Edition, 1989 im Privatbesitz, S. 692
Der Druck wird bei New York Review of Books zum Kauf angeboten.

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NYRB 17 April 2008

Reading Along the NYRB
50 Years New York Review of Books 50 Jahre

When the Library of America published „Hart Crane: Complete Poems And Selected Letters“ in 2006 it took Colm Tóibín some time, but in April 2008 his lengthy article „A Great American Visionary“ appeared in the New York Review. Diligently and carefully he follows Crane on his short life with poetry, friends, struggles, work and finally a sad and much to early end. We learn about other writers which influenced him, about circumstances which throw him back, about thoughts and deeds. There are quite a bit of passages from his poems and letters to entice us for the whole.

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Library of America

What impresses me is Crane’s effort to built a great poem pretty early on. The Bridge, that is Brooklyn Bridge, should stand for the country and its people in past and presence. Crane avoids sliding into myth or pathos. He has a keen eye for the landscape and nature that remains interwoven with the city and its structures. Somehow by reading The Bridge, woodcuts of Frans Masareel come to my mind.

This April 2008 issue and others of the NYRB, from 1996 on, are in the bookshop to be read during opening hours. I would be pleased to find you interested. Chairs and tables are at your service. With necessary precautions the papers may be borrowed, too.

ursprünglich veröffentlich bei buchprogram.blogspot.de


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4 Kommentare zu „Hart Cranes Meisterwerk: Die Brücke (Aus dem Archiv)“

  1. Leider gibt es das Buch nur noch antiquarisch (da bin ich eigen, ich hätte es gerne ganz jungfräulich für mich gekauft). Aber schon so lange denke ich daran, dass mich das Werk und der Autor (mit seiner eigenartig kurzen Lebensgeschichte) interessiert – danke für die erneute Erinnerung…

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    1. Liebe Birgit;
      Dein Buchhändler sollte das Buch noch direkt beim Verlag bekommen können. Es ist nur nicht über die Auslieferungen zu haben. Versuch es doch mal. Das würde auch den Verlag freuen, da bin ich mir sicher.

      Den schönen Artikel von Colm Tóibín zu “Hart Crane: Complete Poems And Selected Letters” im Verlag Library of America kann man übrigens ungekürzt auf der NYRB Seite finden. (Wähle „NYRB 17 April 2008“ unter der Abbildung oder “A Great American Visionary” im Text an). Viele weitere Beispiele vom lyrischen Werk Cranes sind darin enthalten und eine gute Einführung zu „The Bridge“ – nur natürlich alles auf Englisch.
      Margarete

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      1. Liebe Margarete,
        ich hab es vor einem halben Jahr beim Verlag versucht – die haben es sehr bedauert, aber war nichts mehr zu machen. Danke für den Hinweis auf Tóibín – schaue ich mir an, das schadet nicht, mein Englisch so wieder aufzupolieren. Einen schönen Sonntag wünscht Birgit

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