Aus dem Verlag Peter Engstler

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Peter Engstler / :Transit / zuKlampen! / Alpheus / Limbus
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Kleine feine unabhängige Verlage
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Verlag Peter Engstler
Aus der Reihe Kleiner Brehm von Helmut Höge taumelte leicht verfroren aber voller Verheißung auf Frühling das Bändchen Bienen herein.
Vielleicht muß man mein Alter haben, damit Brehms Tierleben noch eine ganze Welt heraufbeschwört. Es ging einher mit den abendlichen Tierportraits von Walter Grzimek (Tschimmeck, achja) und mit View-Master-Scheiben (Fjuh-mahsta) mit Dreidimensionalen Tierportraits von indischen Elephanten und kenianischen Geparden. Ich las damals in fiebriger Spannung „Der rote Rächer“ und sah in der Fklimmerkiste Fury und Lassie. Es war noch nicht lange her, dass die letzten Pferde Dienst versehen hatten vor Kohlen- Bier- und Milchwagen – und auch angespannt vor den Pilgerwagen der Bocholter. Natürlich gab es die Schwarzbunten auf den Weiden. Amsel, Drossel, Fink und Star. Bussarde, Hunde, Katzen, Wildschweine, Feldmäuse, Igel – ach, wenn ich mal anfange, nimmt das Tier doch ein großes Feld ein. Und Bienen sowieso.

„Zu einer Prärie gehört der Klee und eine Biene,/Ein Klee und eine Biene/Und Phantasie./Die Phantasie tut’s auch allein,/sollten Bienen selten sein.“ (Emily Dickinson)

zitiert Helmut Höge zum Auftakt, und es folgt kein weiteres Zitat, weswegen es mir ein Rätsel bleibt, ob die gedrängte Typographie, bei der die Schrägbalken die Punktuation überdrucken, auf Dickinson oder auf Engstler zurückgeht. Ist es die Bienenapokalypse? Hoffentlich nicht. Auch verstört mich etwas der Sendemast auf dem Rücken der Biene auf der Titelillustration. Mich stört immer dies Herumgefummel an Tieren wegen der Forschung.

A propos Herumgefummel und Schwarzbunte: Auf dem Hotlistblog schreibt Meinolf Reul über Kleiner Brehm, Band 9: Kühe und über einen Abend mit dem Verleger.

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Peter Engstler

Katja Horn; Ufer des fliessenden Übergangs

Dieser Gedichtband von Katja Horn ist so frisch (erschienen am 1. Februar), dass ich noch keine Besprechung oder Würdigung gefunden habe. Aber man kann sich ja seine eigene Meinung bilden und sich allem erst einmal öffnen. Katja Horn hat Gedichte zuvor bei distillery in der Schock Edition veröffentlich. Der Verlag Peter Engstler hat sich immer schon stark gemacht für zeitgenössische Lyrik.

Wie geht man sowieso heran an solch einen Band heutiger Lyrik. Kann ich mir-nichts-dir-nichts das erste Gedicht zwischen fetter Überschriftzeile und Absatz zitieren, oder gehört es eingebunden ins Ganze und verzerre ich die Arbeit, wenn ich es so herauslöse? Ich lass es mal drin. Dieser Band Gedichte kommt jedenfalls ohne Vor- und Nachwort in die Welt und will wahrscheinlich erst einmal einfach gelesen sein.

siehe auch:

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