Kenneth Grahame

graham
Walker (21,80 €) / Collector’s Library  (10,40 €)
kaillor_geburtstag
Des Schriftstellers Almanach Aus Garrison Keillors The Writer’s Almanac für den deutschsprachigen Leser

Wie immer, frei übersetzt nach Garrison Keillor:

»Es ist der Geburtstag von Kenneth Grahame (Bücher von diesem Autoren), 1859 in Edinburgh, Schottland geboren.

Nachdem seine Mutter gestorben war, wurden Kenneth und seine Geschwister in das Dorf Cookham Dean in Südengland geschickt, wo sie bei ihrer Großmutter lebten. Das Haus der Großmutter, es wurde the Mount (der Hügel) genannt, war ein altes verwinkeltes Haus mit einem großen Dachboden und einem Garten, in dem man spielen konnte. Kenneth liebte es, die naheliegende Themse zu erforschen und den Bisham Forst.

Grahame war ein ausgezeichneter Schüler, und er hoffte, nach Oxford zu kommen, aber seine ehemals vermögende Familie konnte das inzwischen nicht mehr bezahlen, und so ist er niemals auf die Hochschule gegangen. Statt dessen nahm er mit 19 Jahren Arbeit bei der Bank von England an. Er hegte nostalgische Erinnerungen an seine Kindheit und verwandte sein Gehalt, um Kinderspielzeug zu sammeln – Holzfiguren und Stofftiere – die seine Wohnung ausfüllten und unerwartete Gäste überraschten. Er schrieb Einfälle für Geschichten in seine Bankbücher und veröffentlichte mehrere Bücher, die die Kindheit glorifizierten: The Pagan Papers (1892), The Golden Age (1895), and Dream Days (1898).

Als Grahame 38 Jahre alt war, immer noch Junggeselle, lernte er die 35 jährige Elspeth Thomson kennen. Sie heirateten und bekamen einen Sohn, Alistair – er war ein schwaches und kränkliches Kind, auf einem Auge blind. Grahame erzählte seinem Sohn Gute-Nacht-Geschichten über einen Kerl namens Kröterich und seinen Freunden Wasserratte, Maulwurf und Dachs. Grahame schöpfte aus seinen eigenen frohen Erinnerungen der behüteten Kindheit an der Themse, und er verwandelte den Bisham Forst in den Wilden Wald. Irgendwann schrieb er diese Geschichten auf und sammelte sie in einem Buch, das er Der Wind in den Weiden nannte. Es wurde immer und immer wieder abgewiesen, und als es endlich doch veröffentlicht wurde, bekam es furchtbare Kritiken – Kritiker, die Grahames frühere Bücher kannten fanden, dass Der Wind in den Weiden daneben verblasste. Aber bald erwies sich das Buch als allseits beliebt in England und Amerika und erlebte innerhalb eines halben Jahres vier Auflagen.«

vignette

Es gibt zwei hervorragende Illustratoren des Buchs, Ernest H. Shepard, der auch Milnes Puh der Bär illustriert hat, und Arthur Rackham, aus der vorliegenden Goldschnitt-Ausgabe von Collector’s Library, der auch Midsummer Night’s Dream von Shakespeare kongenial illustriert hat. Die deutsche Ausgabe von Der Wind in den Weiden wurde wunderbar von Harry Rowohlt übersetzt; es gibt auch seine Hörbuch-Ausgabe zu kaufen. Die vorrätige Ausgabe vom Walker Verlag ist eine gekürzte Version, aber dafür schön großzügig in Format und Bebilderung (Inga Moore). Das Schöne an Der Wind in den Weiden ist seine Mischung von abenteuerlichen Geschichten, meist ins Rollen gebracht durch den törichten jovialen Kröterich, und stillen, lyrischen Teilen, die wunderbar die Landschaft an der Themse hervorzaubern mit allem, was dort kreucht und fleucht. Über einige Sommerwochen haben wir im Garten von Feunden daraus vorgelesen (die originalen Vorlese-Montage), mit Blick auf den Pazifik. Es ist ein wunderbares Vorlesebuch und ein wahrhafter Klassiker für Groß und Klein. Cosgrove Hall hatten in den 1980ern für Thames Television eine animierte Serie (mit Knetfiguren) gefilmt, die unbedingt sehenswert ist.

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Collector’s Library Ausgabe mit Illustrationen von Arthur Rackham

The Mole had been working very hard all the morning, spring-cleaning his little home. First with brooms, then with dusters; then on ladders and steps and chairs, with a brush and a pail of whitewash; till he had dust in his throat and eyes, and splashes of whitewash all over his black fur, and an aching back and weary arms. Spring was moving in the air above and in the earth below and around him, penetrating even his dark and lowly little house with his spirit of divine discontent and longing. It was a small wonder, then, that he suddenly flung down his brush on the floor, said ‚Bother!‘ and ‚Oh blow!‘ and also ‚Hang spring-cleaning!‘ and bolted out of the house without even waiting to put ion his coat.

Opening lines Chapter One, The River Bank

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