Alexander Pope

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Oxford University Press (12,85 €)

Wie immer, frei übersetzt nach Garrison Keillor:

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Des Schriftstellers Almanach Aus Garrison Keillors The Writer’s Almanac für den deutschsprachigen Leser

»Es ist der Geburtstag von Alexander Pope (Bücher von diesem Autoren), geboren in London (1688).

Kurz nachdem Pope geboren war, brach im Land eine heftige anti-katholische Stimmung aus, weswgen seine Familie von London aufs Land zog, wo sie sich sicherer fühlte. Als Katholik durfte Pope nicht in die öffentliche Schule. Seine Tante brachte ihm das Lesen bei, und ein Priester unterrichtete ihn in Griechisch und Latein. Er war acht Jahre alt, als er sich in die Werke von Homer verliebte. er erzählte einem Freund: „Innerhalb weniger Jahre tauchte ich ein in zahlreiche Bücher englischer, französischer, italieneischer, lateinischer und griechischer Dichter. Das tat ich ohne Plan und nur, um mich zu erfreuen […]. Ich las, wozu ich gerade Lust empfand und war wie ein Junge, der in Feld und Wald Blumen sammelt, gerade, wie er sie findet. Auf diese fünf oder sechs Jahre sehe ich immer noch zurück als die glücklichsten in meinem Leben.“
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Michael Dahl – National Portrait Gallery
 Mit zwölf Jahren erkrankte Pope an Tuberkulose; sie schlug sich auf seine Knochen und verkümmerte den Wuchs. Er war buckelig und wurde nicht größer als 1,37 m. Als Satiriker verschaffte Pope sich zahlreiche Feinde, und sie machten sich oft über seine Gestalt ebenso lustig, wie über seine Vorstellungen.
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Insel Bücherei, derzeit nur antiquarisch

Die Kritik hinderte Pope nicht, viele satirische Gedichte zu verfassen, darunter Der Lockenraub (1712), eine Spottdichtung über den Raub einer Haarlocke von einer Edeldame.

Heutzutage werden nicht mehr viele Gedichte von Pope in England gelesen, aber er zählt dort immer noch unter den meistzitierten Schriftstellern. Er sagte:
„Irren ist menschlich, aber vergeben ist göttlich“
und: „Narren poltern herein, wo Engel nicht aufzutreten wagen.“
und: „Sei nicht der erste, Neuem nachzujagen, noch auch der letzte, Altem zu entsagen!“«


 

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University of Chicago Library

Next this, the eye the art of Vulcan leads
Deep through fair forests, and a length of meads,
And stalls, and folds, and scatter’d cots between;
And fleecy flocks, that whiten all the scene.

A figured dance succeeds; such once was seen
In lofty Gnossus for the Cretan queen,
Form’d by Daedalean art; a comely band
Of youths and maidens, bounding hand in hand.
The maids in soft simars of linen dress’d;
The youths all graceful in the glossy vest:
Of those the locks with flowery wreath inroll’d;
Of these the sides adorn’d with swords of gold,
That glittering gay, from silver belts depend.
Now all at once they rise, at once descend,
With well-taught feet: now shape in oblique ways,
Confusedly regular, the moving maze:
Now forth at once, too swift for sight, they spring,
And undistinguish’d blend the flying ring:
So whirls a wheel, in giddy circle toss’d,
And, rapid as it runs, the single spokes are lost.
The gazing multitudes admire around:
Two active tumblers in the centre bound;
Now high, now low, their pliant limbs they bend:
And general songs the sprightly revel end.

zitiert aus: The Eighteenth Book of The Iliad (in der Oxford Ausgabe, S. 172)

PS: more at OUP: The dire offences of Alexander Pope, by Pat Rogers

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