Reich-Ranicki zitiert Hermann Kesten von 1938

Weder das Exil noch die Mitgliedschaft bei der Reichsschrifttumskammer trennt die beiden deutschsprachigen Literaturen. Zusammen mit Genies und Charakteren sind auch Schufte und Dilettanten ins Exil gegangen. Neben Kettenhunden und Speichelleckern sind auch unbeugsame Patrioten und liebenswürdige Talente im Reich geblieben. Die Grenze zwischen der lebendigen ungefesselten deutschen Literatur und der nationalsozialistischen Gräberliteratur geht mitten durch das Reich und mitten durch das Exil …

in: Romane von gestern, heute gelesen / 1933 – 1945 (S. Fischer, 1966 / vergriffen)

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