Kröners Einsichten

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Kröner

„Auf die aktuelle Serie – mit Hinweisen des Schröerschen Blogs – bin ich gespannt.“, schrieb arnoldnuremberg im Kommentar im September, und diesen Stubs spüre ich noch und werde ihm mal nachgehen.

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Bildquelle: online-Antiquariat

Als ich in der Lehre war, hatten sich eine Handvoll Azubis und fertige Buchhändler in einen Arbeitskreis zusammengeschlossen, um die Kösel-Arbeitsbücher zu den Weltreligionen durchzunehmen. Daran werde ich erinnert, wenn ich diese drei Auftakt-Bände betrachte und darin lese: sie machen Arbeit, aber man hat was davon, am ehesten noch im Austausch mit anderen. Geschrieben sind alle drei Ausgaben so, daß der Laie sie versteht. Dazu gehört auch eine klare Gliederung. Beim Studieren des Inhaltsverzeichnisses weiß ich so etwa, was mich erwartet. Deswegen eignen sich die Bände auch gut als Nachschlagewerk für die Handbibliothek.

Hier ist die Inhaltsseite zu „Schreiben Digital“, von Christa Dürscheid und Karina Frick (FAZ Rezension).

Inhalt
 Vorwort ........................................... 7
 I. Neue und alte Kommunikationsformen ............ 13
 1. Die Chatkommunikation ......................... 29
 2. Die E-Mail-Kommunikation ...................... 32
 3. Die SMS-Kommunikation ......................... 37
 4. Die Telegramm- und die Faxkommunikation........ 43
 5. Die Postkarten- und die Briefkommunikation .... 49
 II. Merkmale des digitalen Schreibens ............ 59
 1. Primär schriftbasierte Kommunikationsformen ... 61
 2. Primär bildbasierte Kommunikationsformen ...... 67
 3. Primär mündliche Kommunikationsformen ......... 70
 4. Kategorie 1: Stilistische Merkmale ............ 73
 5. Kategorie 2: Graphische Merkmale .............. 92
 III. Die Folgen der Internetkommunikation ....... 107
 1. Auswirkungen auf sprachlicher Ebene .......... 109
 2. Auswirkungen auf das Kommunikationsverhalten . 129
 IV. Neue Praktiken, neue Möglichkeiten .......... 137
 Dank ............................................ 146
 Zitierte Literatur............................... 147
 Verzeichnis der Internetquellen ................. 150
 Anmerkungen ..................................... 154
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oben: Kröner / Kröner / Suhrkamp

unten: HarperCollins / zuKlampen / Kröner / VSA

Jetzt also pars pro toto:

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C. H. Beck

Erst habe ich in den Band „Soziale Kälte“ hereingeblättert und etwas in das Kapitel zu Caritas / „Caritas“ gelesen; denn das dort beschriebene Dilemma mit den Bettlern ist mir vertraut. Ivan Illich hat sich klug mit dem Problem institutionalisierter Wohltätigkeit befasst; der kommt zwar hier nicht vor, doch gibt Ernst Ulrich Huster einen ganz erleuchtenden Überblick über die Entwicklung des Wohlfahrtswesen mit seinen jeweiligen staatlichen, privaten, institutionellen und kirchlichen Trägern: Wichern, Elberfelder Modell, Bayerns Dorf-Arme, Reichsgrundsätze, usw.

Wie gesagt, man erfährt eine Menge und kommt ins Nachdenken. Was mir bei Herrn Huster auf den Keks geht ist, wie er sich in einen gendergerechten Stil einspannt:

„…Mit dieser Frage ist jeder, bzw. jede konfrontiert, die …“ / „…Wie nah ist dann eigentlich noch derjenige, bzw. diejenige …“ / „…Zum anderen wirken bei den Tafeln oftmals Hilfeempfängerinnen und -empfänger selber mit, …“

Das muß doch eigentlich nicht sein.

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Mit Blaumachen genießen und gewinnen in: Hodgkinson; How To Be Idle (HarperCollins)

Noch ein Buch fällt mir hierzu ein: How To be Idle (dt: Anleitung zum Müßiggang, Insel Verlag ). Der Schlendrian, das Blaumachen und das Mittellossein, und wie die Obrigkeit damit umgeht, – all das ist auch Thema hier, erfährt aber einen ganz anderen Kontext. Eben englisch.

(siehe auch Rezension bei Sozialnet)

Der dritte Band bleibt auch aktuell: ein Essay über Europa, „Nationalismus“. Darüber schreibe ich vielleicht noch im Zusammenhang mit Henri Quatre, Sully und dem großen Plan im Henri Quatre Colloquium zum Roman von Heinrich Mann.

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2 Kommentare zu „Kröners Einsichten“

  1. Vielen Dank für diesen freundlichen Leser-Service. So etwas gibt es nur in der guten Buchhandlung! Gut aufbereitete Lese-Hinweise mit Inhaltsverzeichnis, Links und den passenden literarischen Assoziationen. Ja, der Blog ist ist ebenfalls eine Form des digitalen Schreibens, die ich beispielsweise den Kurznachrichten vorziehe. Dankeschön für den ergänzenden Hinweis auf den Müßiggang.

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