Ernest Renan, Nation und Jesus

Diese Anmerkung aus den Geschichtsnotizen der Berliner Zeitung, die ich in der Wochenendsausgabe gerne lese, habe ich aufbewahrt, einmal, weil Ideen zu Nation und Konföderation mich beschäftigen, aber vor allem, weil ich Renans „Leben Jesu“ gerne gelesen habe.

Der Diogenes Verlag führt ihn noch in seinem Autorenregister, übrigens mit einer liebenswert altmodischen Würdigung Stefan Zweigs versehen, aber das Buch selbst, autorisiert übersetzt von Luwig Eichler, ist leider vergriffen, und auch sonst gibt es an Büchern herzlich wenig von und über Renan. Schade.

Titelillustration
Rembrandt / Museum?
PS: diese Darstellung konnte ich in der Bilderdatenbank nicht aufspüren

Mitten im Schoße dieses unruhigen Lebens gelang es Jesus, sich ein Asyl zu schaffen, wo er viel Annehmlichkeit genoß. Wenn er den Tag über im Tempel gestritten, ging er Abends in das Tal Kedron hinab und ruhte ein wenig in dem Garten einer ländlichen Besitzung (wahrscheinlich eine Ölfabrik) namens Gethsemane, welcher ein Vergnügungsort für die Einwohner war, und brachte dann die Nacht auf dem Ölberge zu, der im Osten den Horizont der Stadt schließt.

zitiert aus dem 21. Kapitel: Letzte Reise Jesu nach Jerusalem. Das Drama nimmt seinen Lauf.

PS: als ich in „in a certain online-encyclopedia“ (um E* zu zitieren) nachschlug, fand ich, dass mit der Biographie des Übersetzers ein gutes Stück deutsche Geschichte, spezifisch Berliner Geschichte, geliefert wird.

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