Drei rein

[im alten Blog war hier eine Abbildung von Fritz Kredel in „The World’s Best Fairy Tales“, aber die kann ich im Netz nicht mehr finden. Wenn, dann würde ich heute die Ausgabe mit den Holzschnitt-Illustrationen von Susan Blair bestellen; aber auch die ist vergriffen, wie diese Ausgabe mit Illustrationen von Glen Rounds.]

Diesen Artikel habe ich vom alten Blog hervorgekramt, weil heute der Geburtstag von Bertrand Russell ist und er dort zitiert wird mit seiner saloppen Einschätzung von Schopenhauer und es eine gute Gelegenheit ist, seine Geschichte der Westlichen Philosophie den Leser wieder mal ans Herz zu legen.

Aus dem Archiv, vom Freitag, den 20. April 2012

Drei Titel spülte das Leben heute Morgen ins Sortiment: Arthur Schopenhauer, „Die Welt als Wille und Vorstellung“ in der Gesamtausgabe, herausgegeben von Ludger Lütkehaus bei dtv (22,90 €), Herodot, „Historien“, bei Kröner (19,90 €) und Klaus Wallendorf, „Immer Ärger mit dem Cello“, frisch erschienen bei Galiani hier in Berlin (16,99 €).

Arthur Schopenhauer
Die Welt als Wille und Vorstellung

Ob der Schopenhauer rechtzeitig für den Schüler eintraf, der ihn auf den letzten Drücker für die Referat-Vorbereitung bestellt hatte, bezweifle ich. Er wurde jedenfalls nicht abgeholt. Hier im Buchhandelsprogramm wächst die winzige Philosophie-Sparte aber und bringt vielleicht Jemanden ohne Schulnot auf Ideen. Nachgeschlagen in der New York Review of Books vom 19. November 1989 fand ich die von Czeslaw Milosz aufgeworfene Frage:

„Why should he be the Philosopher whose name appears any time a pedigree needs to be produced for European nihilism?“

[in: Discreet Charm of Nihilism; S. 17 – Sie sind eingeladen, in der Buchhandlung den vollen Text zu lesen und auch sonst in einem Himmel alter Ausgaben dieser hervorragenden Literaturzeitschrift zu schwelgen. Sie können aber auch gerne die New York Review of Books hier in der Buchhandlung abonnieren.]

Kröner (vergriffen)

Ich habe auch noch keine Antwort auf diese Frage, und Schopenhauer steht – bis auf einige Auszüge für den Philosophie-Kurs am Gymnasium damals – immer noch ungelesen auf der Leseliste. In „Geschichte der Philosophie“ (S. 335) erklärt Ernst von Aster:

Nun gibt es aber einen Punkt in der Welt, an dem unser Erleben über die Erkenntnis der Erscheinungs-, der Objektswelt hinausgreift: unser eigenes Ich ist uns einmal wahrgenommener Leib, als Körper eingeordnet in den Kausalzusammenhang der Raum-Zeit-Welt, zugleich wissen wir uns als raumloses, überzeitliches, freies Wesen – als „Wille“.

Bertrand Russell stellt nüchtern zu „Die Welt als Wille und Vorstellung“  fest:

„He [Schopenhauer] believed it to be of great importance, and went so far as to say that some paragraphs in it had been dictated by the Holy Ghost. To his great mortification it fell completely flat.“

(S. 723 „The History of Philosophy in the Western World“ in der Ausgabe von Unwin, Counterpoint, 1984, aus heimischen Bücherschrank; lieferbar bei Routldege, vorrätig, kt 18,00 € oder in der deutschen Übersetzung von Elisabeth Fischer-Wernecke und Ruth Gillischewski, „Philosophie des Abendlandes“, als Piper Taschenbuch, für 16,99 € – über 800 Seiten die sich wirklich lohnen!)

Kröner – übersetzt von A. Horneffer; erscheint demnächst in 5. vollständig überarbeiteter und aktualisierter Fassung von Heinz-Günther Nesselrath. Vormerkungen nehme ich gerne entgegen.

Herodot
Historien

Von Herodot nahm Friedrich Hebbel sein Thema zum Drama: „Gyges und sein Ring“. Die Geschichte taucht gleich im ersten Buch unter Nummer 8 auf. Ich fing an, in unserer zerfledderten „Great Book Foundation“ – Ausgabe der Bücher I und II zu lesen, und werde irgendwann diese schöne deutschsprachige Leinenausgabe vom Kröner Verlag auch für uns zu Hause erwerben. Aber jetzt steht sie erst mal zum Verkauf bereit [4. Aufl. verkauft und vergriffen], zumal am dritten Vorlese-Montag im Monat, also am kommenden, Lyrik und Drama auf dem Programm stehen und aus Hebbels „Gyges“ gelesen wird. Zu empfehlen ist weiter auch Ryszard Kapuscinski, „Meine Reisen mit Herodot“, (vergriffen bei Piper, jetzt bei: Die Andere Bibliothek erschienen). Schließlich mach ich noch auf die prächtige vierbändige Ausgabe „Empires of the Ancient Near East“ (Folio Society / inzwischen verkauft und vergriffen) und: Archäologischer Kalender vom Verlag Philip von Zabern, für 19,95 €.

Galiani

Klaus Wallendorf
Immer Ärger mit dem Cello

Liebeserklärung eines irrenden Waldhornisten

Das sprach mich an; und es gesellt sich nun zu Piatigorski, „Mein Cello und ich“, und zu Hélène Mercier Arnault, „Ton für Ton, Jahr für Jahr“ und alle finden hoffentlich geneigte Käufer. Hier sei angemerkt, dass ich auch gerne für Sie Musik-Noten bestelle, beispielsweise bei Schott, Edition Peters oder G. Henle.

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