Kalenderblätter April, Teil Drei (von vier Teilen)

Kalenderblatt aus: "Secret Gardens" MET, 2000
Kalenderblatt aus: „Secret Gardens“ MET, 2000

Weidenteich

Diese Kalenderbild gibt ein Detail aus einem Gemälde von Catherine Wiley wieder; es heißt Willow Pond. Heute war es nicht ganz warm genug, um am Ufer im Gras zu sitzen, mit einem Buch auf dem Schoß und etwas zum Sticken in der Hand. Dieses Bild, von 1914, scheint das einzige zu sein, daß das Metropolitan Museum of Art von ihr besitzt. Ich kannte die Künstlerin gar nicht. Es gibt eine Kurzbiographie zu lesen auf der Seite der Johnson Collection, in der weitere Werke sind.

150 Jahre Metropolitan Museum of Art in New York

Heute, am 13. April, ist der 150. Jahrestag des MET, wie ich soeben in der Tagesschau erfahren habe. In unserer Familie ist das Museum immer ein wichtiger Teil gewesen, abgesehen von den Terminkalendern, die Jahr für Jahr als Weihnachtsgeschenke zu uns fanden, den Krawatten aus Seide mit Motiven aus der Sammlung, Spielen und Bastelanleitungen und viele andere Geschenke aus dem Museumsladen – und erst heute nahm ich das wunderbare Liederbuch „Go In and Out the Window“ wieder zur Hand, um aus den darin enthaltenen amerikanischen Volksliedern etwas auf dem Horn zu tooteln. Das schöne an diesem Buch, das leider vergriffen ist: Es hat den Liedern mit Klaviersätzen jeweils passende Bilder und Kunstgegenstände aus der Sammlung des Museums dazugesellt, wie beispielsweise ein Gemälde von Grandma Moses zum Lied „We gather together,…“. Auf der Seite der MET gibt es viel zu entdecken und anzuschauen, auch, wenn man kein Englisch kann.

Das Foto vom Kalenderblatt fängt auch Teil des schmiedeeisernen Schürhakens ein, bedeckt mit Kohlestaub, mit dem wir in den langen Wintermonaten immer im Kohleofen herumstochern. Die Heizsaison ist jetzt vorbei, es sei denn, die Eisheiligen Mitte Mai blehren uns eines Anderen.

Der Kelim ist ein Erbe meiner Mutter, die solcherlei Webwaren in ihrer Buch-und Kunsthandlung führte. Kelims waren eine ganze Weile ihre Leidenschaft, und der Begriff ist für mich darum schwer angereichert mit Bedeutung und Erinnerung, was wieder einmal die Macht der Worte demonstriert. Die länglichen Gerätschaften sind Rechenschieber und Zirkel von Th*s Vater, und dahinter Familienfotos älteren und jüngeren Datums (Anfang der 80er Jahre) vor dem Regal mit Literatur zu Berlin – darunter der Katalog zur Gemäldegalerie, Berlin, den ich auch gerne konsultiere – und zur Familie Mendelssohn.

Kommentar willkommen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: