Vorfreude

In diesen Tagen traf der Dezember-Band aus dem Romanzyklus von Anthony Powell „A Dance to the Music of Time“ ein, „Hearing Secret Harmonies“.

Die Kunst der Schutzumschläge

Der Einband von James Broom-Lynne ist eine Freude für sich. Broom-Lynne illustrierte die Einbände zu den Erstausgaben, die zwischen 1961 und 1975 bei William Heinemann erschienen. Auf der von seinen Ahnen eingerichteten Seite kann man sie alle (und andere mehr) bewundern. Die Titelgestaltung der November-Ausgabe „Temporary Kings“, oben im Gruppen-Bild, eine Fotografie von Graham Miller für Fontana Books, reicht da bei Weitem nicht heran.

Es wird noch etwas dauern, bis ich tatsächlich dazu kommen werde, im Lesen der beiden Bände dem Protagonisten Nicholas Jenkins, diesen reservierten und genau beobachtenden Zeitgenossen, auf seinem Weg aus der Nachkriegszeit bis in die Siebziger zu begleiten.

Hearing Secret Harmonies

Der (anonyme) Klappentext zu „Der Klang geheimer Harmonien„, wie der Titel in der Übersetzung bei dtv heisst, erklärt:

„Der Titel ist dem Werk des Alchimisten aus dem 17. Jhdt, Thomas Vaughan, entnommen (wie er schon in einer Szene zuvor durch die hexenhafte Frau Erdleigh zitiert worden war), die Sphäre, ‚zu der die erlösten Seelen aufsteigen, die zum Sonnenuntergang in Richtung des Westwindes blicken und geheime Harmonien hören.‚“

Bild: Illustration zu Lumen de lumine, von Thomas Vaughan (Eugenius Philalethes), von 1651, bei Wikimedia Commons

Zitiert auf dem Rücken des Einbands bewundert der Literaturkritiker und Biograph Frederic R. Karl (1927 – 2004) Powells „große Fähigkeit, beides, die Sozialgeschichte und die individuellen Schicksale, als mythisch zu sehen, das heisst, als Teil eines wiederkehrenden Musters, dass uns hilft, menschliche Geschichte zu verstehen„; und er „vermittelt das Wesen einer Gesellschaft, die eine ihr eigene Funktion hat.“ Recht hat er.

Ausserdem eingetroffen: „Sinn und Form“

Sinn und Form gehört zu den Zeitschriften, in denen ich immer fast alle Beiträge lese – so wie Granta und die New York Review of Books. Die Akademie der Künste, die in „Sinn und Form“ ihre Autoren und den Bestand der Archive aufleben lässt, hat wie immer großzügig einige Leseproben auf ihre Seite gestellt. Tolle lege! – wie der Römer sagt: Nimm und lies!

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