Auf Jakobswegen (3)

Etappe 1 – Von Berlin nach Leipzig Juli 2021

Dritter Tag – Von Beelitz bis Treuenbrietzen / Eine Bildergeschichte

Kurz nach Beelitz überquerte ich die Nieplitz, hier ein Bächlein. Die Nieplitz ist ein Nebenfluss der Nuthe, die ich schon vor Saarmund überquert hatte.


Spuren der heftigen Regengüsse von der vorherigen Nacht, kurz vor dem Dorf Elsholz.


Blick aus dem gemütlichen Buswartehäuschen heraus, in Salzbrunn. Hier fand ich eine der wenigen Bänke, um eine Rast einzulegen.


Dies ist kein Meisterfoto, aber es dokumentiert meine erste Begegnung mit einem Storch in freier Wildbahn, gesichtet nahe der Rambodt Heide (da, wo die Landstraße nach Luckenwalde abbiegt).


Es war ein Trost: Die auf der Karte angezeigte Gaststätte in Buchholz, die ich in Vorfreude auf einen Kaffee fußmüde angesteuert hatte, existierte nämlich nicht. Zusätzlich zu den Blasen an beiden Füßen, die selbst die prima Meindl Schuhe und Wrightsocks nicht verhindert hatten, war mir dies nun buchstäblich auf den Nerv gegangen, weswegen ich erst einmal mit aller Vorsicht weiterhumpelte. Bald kam ich aber wieder „in die Gänge“.



Herberge

Nachdem ich das Dorf Niebel passiert hatte, bog ich auf Höhe des Sebaldushofs vom Jakobsweg ab und suchte in der Berliner Siedlung vor Treuenbrietzen die Pension Britta auf. In den Schäferkarren hatte sich eine Gruppe Motorradfahrer eingemietet, die dort zu einer Grillnacht zusammenkamen. Die guten Wirtsleute brachten mich aber im Kämmerchen unterm Dach unter, und vom ganzen Trubel bekam ich nichts mit.

Drama: Die Lage war noch nie so ernst

Offengestanden hatten diese ersten Tage zu einer Krise geführt. Ich schickte sogar einen Notruf heim:

„… es gibt nirgends Rastplätze und am Zielort nicht unbedingt Schlafplätze. Und dann gibt’s kaum Bus oder Bahn, schon gar nicht am Sonntag. Dafür fühle ich mich zu alt. Ich muss die Routen so planen, dass ich etwa 18 km laufe und dann übernachten kann. Deswegen werde ich morgen die Tour noch nach Marzana laufen und dann auf einen barmherzigen [Familien-Chauffeur] hoffen, der mich holen kommt.“ — tief Luft holen — „man muss die Route planen, dass Rastplätze und Unterkünfte gesichert sind, dann gehen auch 25 km am Tag — aber sonst is nüscht.“

Doch die großartige Landschaft, die vielen alten Chausseen mit Eichen und Linden und der Rückenwind von der Familie, — ausserdem eine neue Strategie, die sich nicht nach vielversprechenden Zielen auf der Landkarte richtete, sondern nach selbstbestimmter Rast alle zwei, drei Stunden — ermunterten mich, weiterzulaufen …. zum Glück!

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