Fenton über Boccaccio und das Leiden

Reading Along the NYRB 50 Jahre New York Review of Books 50 Years Seit einigen Wochen liegt die NYRB vom Dezember 1994 schon aufgeschlagen, bei dem kurzen Artikel von James Fenton zu einem Aspekt in Boccaccios Il Decamerone, nämlich über die Rolle der Pest in der Gesellschaft. Wer schreibt schon gerne über die Pest; und… Weiterlesen Fenton über Boccaccio und das Leiden

aus Lepenies‘ Dankesrede 2006

»Es wäre selbstmörderisch, auf "Gegnerforschung" zu verzichten. Notwendig ist es, der Militanz wehrhaft zu begegnen auch mit den Mitteln der Wissenschaft. Es reicht aber nicht mehr aus, sich zum Erkennen von Gegnern und zur Abwehr von Feinden wie in Bismarcks Zeiten in die Mentalität von Fremden zu versetzen. Wenn beispielsweise der britische Innenminister die Terroristen… Weiterlesen aus Lepenies‘ Dankesrede 2006

von Wysocki erhält Heinrich-Mann-Preis

Im April 2013 wurde "Wir machen Musik" von Gisela von Wysocki zur Lektüre der Roman-Vorleseabende an den zweiten Montagen im Monat, und wir entdeckten eine anregende, eigensinnige Autorin mit trockenem Witz. Sie schrieb Kindheitsimpressionen einer vorwitzigen Tochter im Haus ihrer musenbewegten Eltern - ihr Vater war unter den Pionieren der Tonkunst. Stimmungen in der Politik… Weiterlesen von Wysocki erhält Heinrich-Mann-Preis

Der große Plan (2) – Das Henri Quatre Colloquium

[...] même aux étrangers je rappellerai que l'humanité n'est pas faite pour abdiquer ses rêves, qui ne sont que des réalités mal connues. Le bonheur existe. Satisfaction et abondance sont à portée de bras. Et on ne saurait poignarder les peuples. Heinrich Mann läßt seinen Henri im geliebten Französisch zu uns sprechen, in der Allokution,… Weiterlesen Der große Plan (2) – Das Henri Quatre Colloquium

Reclam – gelb, rot, bunt

Gelb! Czum zwentzigsten, Ob wol der mensch ynwendig nach der seelen durch den glauben gnugsam rechtfertig ist, und alles hatt was er haben soll, on das der selb glaub und gnugde muß ymer zunehmen biß ynn yhenes leben, So bleybt er doch noch ynn dißem leyplichen lebenn auff erdenn, und muß seynen eygen leyp regiern… Weiterlesen Reclam – gelb, rot, bunt

Die Abkehr – Das Henri Quatre Colloquium

Barneveldt: »Begreifen Sie auch, warum England den Feinden seiner Religion und Freiheit erlaubt, die Küste gegenüber zu erreichen?« Rosny: »Aus Friedlichkeit, zweifellos. Überdies ist Spanien eine erschöpfte Macht, deren letzte Zuckungen weniger gefährlich erscheinen. Mein König - er vor allem soll an der Küste gegenüber nicht stehen, und auf dem Kontinent sollen zwei Mächte, die… Weiterlesen Die Abkehr – Das Henri Quatre Colloquium

Abschied von Gabrielle im Henri Quatre Colloquium

»Dieses hervorragende Aquarell zeigt einen höchst poetischen Blick auf die Seine, zwischen Bougival und Marly-sur-Seine. Etwa zehn Kilometer von Paris gelegen bietet dieser Teil des Flusses reiche historische Bezüge. Turner war sich dessen offensichtlich bewußt; denn er baute das Thema dieses Werks um eine romantische Geschichte, die an das Chateau de la Chaussée geknüpft ist,… Weiterlesen Abschied von Gabrielle im Henri Quatre Colloquium

Berenberg zum Herbst

Vier gute Bücher sind eingetroffen, wie immer in feiner Halbleinenausstattung und reich an Inhalt. Darunter am gespanntesten war ich auf das Buch von Bettina Baltschev: Hölle und Paradies. Auf der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr sind die Niederlande und das flandrische Belgien Gastländer, und diese Entdeckungsfahrt in die Geschichte des Amsterdamer Verlagshauses Querido ist ein… Weiterlesen Berenberg zum Herbst

Größe und Besitz – Das Henri Quatre Colloquium

Willkommen, liebe compagnons im Henri Quatre Colloquium! So viel ist geschehen, seit wir uns das letzte Mal zum Abschnitt "Der Sieger" trafen. (siehe hqc).  Im nächsten Abschnitt wird die schöne Gabriele noch einmal gewürdigt. Vielfach bedrängt und von vielen ungeliebt wächst sie an Charakter und Tiefe und nimmt schließlich ein trauriges und tragisches Ende. (S.… Weiterlesen Größe und Besitz – Das Henri Quatre Colloquium

„Legenden sind zeitlos“

1939 hat Heinrich Mann in »Gestaltung und Lehre« den Satz notiert: »Wir werden eine historische Gestalt immer auch auf unser Zeitalter beziehen. Sonst wäre sie allenfalls ein schönes Bildnis, das nur fesseln kann, aber fremd bleibt.« Hinter diesen Sätzen aber sind die eigentlichen Möglichkeiten des historischen Romans verborgen: Spiegelbild zu sein der eigenen Zeit -… Weiterlesen „Legenden sind zeitlos“