Eine Schneise am Geleise

Aus dem Logbuch vom beschränkten Lock-Down Langenscheidtbrücke, 1. November 2020 - mit Blick auf Südkreuz. Passend zum November versperrt Nebel die weite Sicht, aber der Gasometer ist gut erkennbar. Auf dem Weg zum Bäcker Wie Ge*** schon gestern bemerkt hatte, ist eine Strecke Gehölz unterhalb der Langenscheidtbrücke gerodet worden. Unter "Nachhaltige Erneuerung: Fördergebiet Schöneberg-Südkreuz" findet... Weiterlesen →

Wie ein Schaf, das geschlachtet wird

Ein kurioser Kriminalfall aus der Umayyadenzeit Gerald Hawting schreibt über Ja‘d, der in der Zeit des Umayyaden-Kalifen Hishām (reg. 724 bis 743) der Gotteslästerung angeklagt, und an dem das Todesurteil vollstreckt wurde. Er soll behauptet haben, dass Gott nicht Abraham zu seinem Freund erklärt und zu ihm gesprochen habe. Deswegen wurde an ihm am Tag... Weiterlesen →

Öffentliche Gewalt in islamischen Gesellschaften

Unter der Umayyadenherrschaft im andalusischen Cordoba wurde zwischen 850 und 859 bei mehreren Christen wegen Prophetenbeleidigung die Todesstrafe vollstreckt. Im Rahmen meiner Recherchen habe ich dies Buch aus der Campusbibliothek der FU ausgeliehen. Die Einbandillustration (14. Jhdt.? Persisch?) zeigt eine öffentliche Austeilung der Prügelstrafe. Die Bibliotheksausgabe kommt ohne Schutzumschlag, weswegen die Quellenangabe fehlt. Bei den... Weiterlesen →

Buchdruck und mündliche Kultur bei Ginzburg

Von Mund zu Mund, und aus Büchern erlesen In seinem Buch von 1976, Il formaggio e i fermi. Il Cosmo di un mugnaio de '500, verfolgte Carlo Ginzburg die Frage, wie ein einfacher Müller aus dem Friaul um 1600 ein Gebäude religiöser Vorstellungen in seinem Kopf errichten konnte. Er stieß bei der Forschung der Gerichtsakten... Weiterlesen →

Schaufenster Oktober

Auch Pflichten halten angenehme Überaschungen bereit Als ich die Bildunterschrift verfasste, hatte ich noch mäßig Lust auf den Titel aus der Liste der empfohlenen Literaturzum Studium der Islamwissenschaften: Schirin Amir-Moazami; Politisierte Religion / Der Kopftuchstreit in Frankreich und Deutschland Das Für und Wider berührt mich kaum, wenn ich sehe, wie vielfältig jeglicher Kopfputz im Schöneberger... Weiterlesen →

Schaufenster September

Herr D*** regte an, ohngeacht der Ladenschließung auch weiterhin Bücher ins Schaufenster zu stellen, was ich hiermit zum ersten Male tue. Es befreit, nicht mehr unter Druck zu stehen, mit Büchern genügend Geld zu verdienen, um die Miete bezahlen zu können. Dafür sind mir die lieben Kunden und Ladengäste abhanden gekommen. Umsomehr hoffe ich, daß... Weiterlesen →

Shangjun Shu in Übersetzung von K. Vogelsang bei Kröner

Kröner / Shang Yang (Foto: Fanghong / wikimedia commons) / Kai Vogelsang (Autorenfoto Reclam) Rechtzeitig mit den Wahlbenachrichtigungen traf frisch zum ersten Mal vollständig ins Deutsche übersetzt, von Kai Vogelsang bei Kröner, das Shangjun shu vom Fürsten Shang ein. Im Shanjun shu formuliert Gongsun Yang (geboren 390 v. Chr.) "frappierend moderne Gedanken zur Rationalisierung der... Weiterlesen →

Basken bei Zubiaur, Waliser bei Davies

Pfingsten naht, ein passender Anlaß, etwas auf gobbledygook und Kauderwelsch einzugehen. Wenn man im Verzeichniss Lieferbarer Bücher die Stichworte baskisch und walisisch eingibt, sieht man auch bevor man alle Sprachführer ausgeklammert hat, daß die Waliser noch verborgenere Bücherexistenzen führen als die Basken. Meine Lektüre einer NYRB Ausgabe von 1994, als das Auftragswerk "A History of... Weiterlesen →

Wie in New York Bücher gemacht wurden

Harper & Brothers, bevor sie vom Franklin Square wegzogen Aus der Sammlung alter Graphiken wurden am 10. Mai auf dem Blog der Princeton Universität Fotos und Drucke der alten Firma Harper & Brothers vorgestellt. Eine Stipvisite lohnt sich auch für Jemanden, der kein Englisch kann, weil es eine Fülle spannender Fotos aus alten Verlags- und... Weiterlesen →

Fenton über Boccaccio und das Leiden

Reading Along the NYRB 50 Jahre New York Review of Books 50 Years Seit einigen Wochen liegt die NYRB vom Dezember 1994 schon aufgeschlagen, bei dem kurzen Artikel von James Fenton zu einem Aspekt in Boccaccios Il Decamerone, nämlich über die Rolle der Pest in der Gesellschaft. Wer schreibt schon gerne über die Pest; und... Weiterlesen →

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