aus Lepenies‘ Dankesrede 2006

»Es wäre selbstmörderisch, auf "Gegnerforschung" zu verzichten. Notwendig ist es, der Militanz wehrhaft zu begegnen auch mit den Mitteln der Wissenschaft. Es reicht aber nicht mehr aus, sich zum Erkennen von Gegnern und zur Abwehr von Feinden wie in Bismarcks Zeiten in die Mentalität von Fremden zu versetzen. Wenn beispielsweise der britische Innenminister die Terroristen… Weiterlesen aus Lepenies‘ Dankesrede 2006

„Vivid Faces“ und „Troubles“

... und zwei weitere Titel zum Tag: R. F. Foster Vivid Faces The Revolutionary Generation in Ireland, 1890-1923 Penguin Pb / 17,80 € The Ireland that eventually emerged bore little relation to the brave new world [the 1916 rebells] had conjured up in student societies, agit-prop theatre groups, vegetarian restaurants, feminist collectives, volunteer militias, Irish-language… Weiterlesen „Vivid Faces“ und „Troubles“

Benjamin an Kracauer, aus Paris

M* schickte dieses Motiv aus einem jüngst gelesenen FAZ-Artikel (- Bettina Hartz rezensiert* die neue Kracauer Biographie von Jörg Später, auch bei Suhrkamp erschienen / 39,95 € -): eine Postkarte, die Walter Benjamin an Siegfried Kracauer schrieb; und das passt zu der Nachricht, dass ich jetzt mal endlich das Passagen-Werk von Walter Benjamin besorgt habe… Weiterlesen Benjamin an Kracauer, aus Paris

Vico bei Lilla

Ein wichtiger Satz: Vico thought that to fall into the sin of anachronism, and to interpret the literature and law of the past in peculiarly modern terms, are the worst of vices in a historian or a philosopher. zitiert aus dem Artikel: Vico for Now, von Stuart Hampshire in der NYRB vom 3. November 1994… Weiterlesen Vico bei Lilla

Benedetta Craveri in Berlin und New York

Reading Along the NYRB 50 Jahre New York Review of Books 50 Years Bei der fortschreitenden Lektüre alter Ausgaben der New York Review of Books - ich bin da noch im Jahre 1994 - stieß ich auf Benedetta Craveri. P. N Furbank bespricht dort ihr Buch, übersetzt von Teresa Waugh (Godine, 1994 - vergriffen), ‘Madame… Weiterlesen Benedetta Craveri in Berlin und New York

Venevitinov, E. T. A. Hoffmann und Freunde

Mit einem Satz hinein: Der Roman des Freiherrn von Vieren Adelbert von Chamisso war Nachbar, als er noch Kurator des Botanischen Gartens in Berlin war, zu seiner Zeit am Ort des heutigen Kleistparks. Er gehörte zum Seraphiensorden, (später Serapions-Brüderschaft), wie auch die anderen drei Autoren, deren "Roman des Freiherrn von Vieren" aus Chamissos Nachlass im… Weiterlesen Venevitinov, E. T. A. Hoffmann und Freunde

Romain Rolland (Teil 3)

Klassiker und Kaffee Meine Französischkenntnisse sind mehr als dürftig, aber dieser Rolland ist der einzige in unserem Bestand, aus der Bibliothek der Ahnen herübergerettet. So wenig ich wortwörtlich verstand, fesselten mich doch diese ersten Sätze und ließen mich denken, daß sich in ihnen auch Rolland selbst beschreibt, widerwillig hineingeboren in grausame Zeiten. Hier aus der… Weiterlesen Romain Rolland (Teil 3)

Romain Rolland (Teil 1)

Heute ist der Geburtstag von Romain Rolland (1866-1944) Hier wieder, von mir frei übersetzt und mit Zwischenüberschriften versehen, aus der Seite von Petri Liukkonen: »Französischer Romancier, Dramatiker, Essayist, Mystiker, Pazifist, dem 1915 der Nobelpreis für Literatur verliehen worden war. Romain Rolland erkannte, daß die Kunst Teil des Mühens sein muß, um die Menschen aufzuklären. In… Weiterlesen Romain Rolland (Teil 1)

Uglow und Bewick; zweimal John Berger

Jenny Uglow Nature's Engraver A Life of Thomas Bewick Ein neues Jahr mit schönen Büchern hat begonnen, und alles beginnt mit Schauen und Staunen. Als ich Ende letzten Jahres die Lyrik Lesung von Herrn Marg ankündigte (Vorlesen im Januar), schrieb ich dabei auch über den NYRB Artikel von Brad Leithauser, über die Entdeckungen bei nahezu… Weiterlesen Uglow und Bewick; zweimal John Berger

von Wysocki erhält Heinrich-Mann-Preis

Im April 2013 wurde "Wir machen Musik" von Gisela von Wysocki zur Lektüre der Roman-Vorleseabende an den zweiten Montagen im Monat, und wir entdeckten eine anregende, eigensinnige Autorin mit trockenem Witz. Sie schrieb Kindheitsimpressionen einer vorwitzigen Tochter im Haus ihrer musenbewegten Eltern - ihr Vater war unter den Pionieren der Tonkunst. Stimmungen in der Politik… Weiterlesen von Wysocki erhält Heinrich-Mann-Preis