„Kriege als Klimakiller“

Bei der morgendlichen Zeitungslektüre stieß ich im Wissenschaftsteil auf einen ganzseitigen Artikel von Torsten Harmsen zu Antworten auf eine Frage, die mich schon lange umtreibt: "Wer hat jemals konkret untersucht, welchen Einfluss Kriege auf Umwelt und Klima haben?" Er erklärt, warum Militär und Kriege "angesichts der existentiellen Probleme der Menschheit absolut anachronistisch" sind.

Abreise andersherum

Früh erwachte ich im großherrlichen Chalet zu Gros Bois, Sitz des Gîte d’étappe. Die nächste Tagesroute nach Propieres kommt mit einem Anstieg von nahezu 500 Metern; und auch in Anbetracht vorausgesagter hoher Temperaturen beschloss ich, es für diesmal gutsein zu lassen, und nach Berlin zurückzukehren.

Höhenwege und steinerne Episteln

In Ouroux eingetroffen, würde ich mich eine gute Weile mit den Kapitellen der Èglise Saint-Antoine* befassen, de ich nirgendwo im Netz dokumentiert finde. (*Es ist die mittlere der drei vorgestellten Kirchen auf dem verlinkten Blog.) Vorher führte ein wunderbarer Jakobsweg auf Höhen und in Täler; und das kühle neblige Wetter war auf der Strecke eine Labsal.

Weggefährte Tier

Diese Tagesstrecke führte am Waldrand auf einem Höhenkamm zwischen der Grosne und dem Valouzin. Nach dem Regen in der Nacht grüßte mich eine diesige Landschaft, menschenleer. Um so öfter traf ich auf allerlei Vieh und Pferde. Und es ging hoch hinauf.

Bocage

Die Route des Jakobwegs im Wanderführer und auf der Wanderkarte IGN 142 folgt nicht dem Voie verte de Bourgogne de Sud der verknüpften Seite Camino Europe durch Taizé, sondern führt weiter westlich entlang einer der GR, der Chemins de Grande Randonnées, markiert mit weiß-rotem Balken.

Burgen, Herden, Bächlein

Inzwischen führte der Weg ins Weingebiet der Côte Chalonnais, reich an Natur und Kultur. Schafe, Schlehen, Felder und Weinberge wechselten sich ab mit trutziger Burg und Städtchen im Tal. Unter malerischen Wolkenhimmel steuerte ich statt Moroge, wo ich keine Unterkunft finden konnte, den Nachbarort Saint-Désert mit seinem lieblichen Bächlein an, etwas abseits vom Jakobsweg.

Abstecher zu den Gemäuern der Hundezähne

Bericht nach Hause: Ich erhole mich immer noch davon, dass ich mich in den Weinbergen verlaufen habe. Der Weg nach Chagny war äußerst verwirrend. Unter anderem hat mir ein guter alter Winzer weitergeholfen. Wahrscheinlich lag der Ort, an dem das Weinbergfoto entstanden ist, bereits abseits des Chemin de Saint-Jacques …

Weinbergpfade

Still und schon hell war es an diesem Morgen um halb Sieben. Es würde ein Wandertag durch berühmte burgundische Weingüter und zahlreiche Dörfer werden, ein Wandertag, an dem nichts schief lief.

Ein desaströser Auftakt

Am späten Vormittag angekommen suchte ich in Dijon gleich Anschluss an den Jakobsweg, der schön gerade nach Nuits-Saint-Georges führt. Aber so einfach ist das alles nicht...

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