Vorlesen im Januar

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von links nach rechts:
Berenberg, Reclam, Bantam, S. Fischer, S. Fischer

Wie in jedem Jahr wird am Montag abends zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr wieder reihum vorgelesen, und das Programm steht (siehe PDF).

*

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Der fünfte Montag wird ein besonderer Montag sein; der Dichter Siegfried M. Marg liest eigene Gedichte.

Reading Along the NYRB
50 Jahre New York Review of Books 50 Years

Die NYRB Ausgabe vom Oktober 1994 habe ich schon bestimmt ein halbes Jahr lang aufgeschlagen auf der Theke liegen. Nicht nur ziert den Artikel „Barely Sighted Lives“ eine feinsinnig ausgewählte Illustration des von mir sehr geschätzten Bewick, sondern anläßlich von Besprechungen zweier wenig bekannter Naturdichter, Peter Kane Dufault und Richard Kenney schreibt Brad Leithauser generell über Dichtung in Druck und über ‚a „little known Poet“‚ als Spezies. Vom Schluß seines von Zuneigung still strahlenden Artikels übersetze ich hier, sehr frei und auf den aktuellen Fall zugeschnitten; aber der Interessierte ist herzlich eingeladen, den vollen Artikel (engl.) hier im Laden nachzulesen.

bewick
Thomas Bewick (1753–1828) / Holzschnitt
"Unsere Æra 
[geschrieben 1994] 
ist eine, in der 
die Publikumsverlage
 zumeist Verse 
außen vor lassen 
und in der Dichter, 
was den Kommerz 
betrifft, nur 
geduldet werden. 
Viele hat es zu, 
üblicherweise 
bezuschussten, 
Universitätsverlagen
 verschlagen
 oder sie gehen zu kleinen unabhängigen Verlegern, oder ihr Dichtwerk wird 
in diversen behelfsmäßigen und erfinderischen Vertriebsstellen verbreitet. 
[... Derlei Gedichtbände ...] sind am Ende verbunden mit der anderen raren 
Spezies: den Gedichtesucher, diesem schwer fassbaren, glanzlosen und 
wunderbaren Wesen, dass gelegentlich dabei gesehen wird, wie es um staubige 
Winkel in verborgenen Buchhandlungen streicht."

vignette
About Reading Aloud

Somerset Maugham and his opinion regarding „the distressing propensity of Americans for this pastime“

*

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darin enthalten die Erzählung: „Mr. Harringtons Wäsche“, worin diese Passage, von Eva Schönfeld übersetzt, zu finden ist

„Mr Harrington was very fond of reading aloud. Ashenden had had frequent occasion to observe the distressing propensity of Americans for this pastime. In hotel drawing rooms at night after dinner he had often seen the father of a family seated in a retired corner and surrounded by his wife, his two sons and his daughter, reading to them. On ships crossing the Atlantic he had sometimes watched with awe the tall, spare gentleman of commanding aspect who sat in the centre of fifteen ladies no longer in their first youth and in a resonant voice read to them the history of Art. Walking up and down the promenade deck he had passed honeymooning couples lying on deck-chairs and caught the unhurried tones of the bride as she read to her young husband the pages of a popular novel. …“

in: William Somerset Maugham; „Mr. Harrington’s Washing“

gefunden in: „The Complete Short Stories of W. Somerset Maugham“ Vol. 1, p 611 (Doubleday) im Lesewinkel
Der Diogenes Verlag verlegt die deutschen Übersetzungen von Somerset Maugham. Vorrätig im Laden sind derzeit: Der Menschen Hörigkeit; Leben und Werk (Stölzel) und – engl., bei Collector’s Library – Best Short Stories.

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